Ephemeriden für Sternfreunde

von Karl-Heinz Bücke

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Der Mond im Jahr 2017
(PDF)

Auf diesen Seiten sind einige bemerkenswerte Daten über den Lauf des Mondes zusammengestellt. Ab 2014 ist diese Seite im PDF-Format und können auch in iBooks verwendet werden.




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Diese Daten über den Lauf des Mondes sind für Sternfreunde verständlich. Für Naturfreunde, die keine speziellen astronomischen Kenntnisse haben, sind die folgenden Erläuterungen bestimmt:

Die tägliche Bewegung von Sonne und Mond verläuft vom Aufgang in Richtung Süden und weiter nach Westen bis zum Untergang. Diese Bewegung ist eine Folge der Erdrotation. Die wahre Bewegung der Himmelskörper verläuft entgegen des Uhrzeigersinns. Die Unterschiedund dieser Bewegungen ist für die folgenden Erklärungen wichtig.

Die Mondphasen entstehen durch unterschiedliche Positionen des Mondes zur Sonne. Beide Himmelskörper bewegen sich entgegen des Urzeigersinns, die Sonne etwa zwölfmal langsamer. Die Bewegung der Sonne ist eigentlich die Projektion des Umlaufes der Erde um die Sonne. Dieser Umlauf dauert ein Jahr, während der Umlauf des Mondes um die Erde knapp ein Monat beträgt.

Im Laufe eines Monates können wir den Mond als zunehmenden Mond, Vollmond und anschließend abnehmendem Mond beobachten. Ist der Mond zur Hälte beleuchtet, nennt man diese Phase beim zunehmenden Mond Erstes viertel und beim abnehmenden Mond Letztes Viertel. Es gibt vier Hauptphasen des Mondes, die in vielen Kalendern angegeben sind. Neben den drei soeben beschriebenen Mondphasen heißt die vierte Neumond und ist unsichtbar. Der Mond steht dabei von der Erde aus gesehen in Richtung Sonne.

Der abnehmende Mond ist in der zweiten Nachthälfte und Vormittags zu sehen. Die Sichtbarkeit der Mondphasen variiert etwas je nach Jahreszeit. So kann man im Herbst den abnehmenden Mond auch schon am späten Abendhimmel sehen. Jeden Tag steht der abnehmende Mond ein merkliches Stück näher zur Sonne und die Mondsichel wird immer schmaler. Das Datum der letzten Gelegenheit, die schmale Mondsichel vor Neumond zu sehen, wird in der ersten Tabelle angegeben. Die Sichtbarkeit der schmalen Mondsichel ist natürlich wetterabhängig und nur kurze Zeit in der Dämmerung möglich. Der Mond muß ein Stück über dem Horizont stehen und die Sonne darf den Himmel noch nicht zu stark aufhellen. Die Höhe h in der zweiten Spalte gibt die Höhe des Mondes zu der Zeit an, wenn die Sonne noch 10° unter dem Horizont steht. Je größer diese höhe ist, um so einfacher ist die schmale Sichel zu finden. Die dritte Spalte ZW gibt die Lage der Mondsichel an. Bei 180° würde die Sichel wie eine Wiege über dem Horizont stehen. Dies ist nur in Äquatornähe möglich. Bei Winkel um 150° im Herbst ist die Sichel schon merklich "liegend" zu sehen.

Nach dem Neumond beginnt eine neue Sichtbarkeit des Mondes mit einer schmalen sichel am Abendhimmel. Das jeweilige Datum wird in der dritten Tabelle genannt. Hier gelten die Anmerkungen zur schmalen Sichel des abnehmenden Mondes ebenfalls. Die Sichel des zunehmenden Mondes scheint nach rechts unten gedreht, währen sie beim abnehmenden Mond nach links unten zeigt. Die Sichel ist natürlich immer in Richtung Sonne orientiert. Wegen der anderen Richtung sind die Winkel ZW negativ angegeben. Eine merklich liegende Sichel ist im Frühjahr zu beobachten, wenn der Winkel ZW ungefähr -150° beträgt.

Die unteren Tabellen geben die Daten für die Mondphasen Erstes Viertel (zunehmender Halbmond), Vollmond und Letztes Viertel (abnehmender Halbmond) an. Für diese Phasen wird ab 2015 die Deklination und Entfernung angegeben. Beim Vollmond ist zusätzlich die ekliptikale Breite gegeben.

06.12.2016
Karl-Heinz Bücke

Counter seit 06.03.2005