Unser Städtetripp nach Amsterdam

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Amsterdam

Amsterdam ist die Stadt der Grachten, der Tulpen, der Fahrräder, der Kneipen, der schiefen Häuser und die Hauptstadt der Niederlande, obwohl der Regierungssitz im 60 km entfernten Den Haag liegt. Die mit reichlich 851 000 Einwohnern (Stadtgebiet) größte Stadt des Landes liegt an der Mündung der IJ (Ei)und der Amstel in das Ijsselmeer.

1270 wurde der Ort „Amstelledamme“ erstmalig erwähnt. Ein Damm schützte die auf einem feuchten moorastigen Grund errichtete Siedlung vor der Überflutung der Amstel. Die Häuser wurden auf bis zu 18 Meter tiefen Pfählen errichtet. Amsterdam steht auf rund 5 Millionen Holzpfählen. Grachten (Kanäle) bilden den Haupttransportweg. In Altamsterdam existieren 400 steinerne Grachtenbrücken.

Mit der Entwicklung der Seefahrt im 16. Jahrhundert wuchs die Stadt zusehends. Das etwa 100 Jahre währende goldene Zeitalter brachte Amsterdam und dem ganzen Land beachtlichen Wohlstand.

Amsterdam

Westerkerk an der Prinsengracht

Amsterdam

Voorburgwal in Mitten des Rotlichtviertels

Amsterdam

Rijksmuseum

Amsterdam

Typisches Bild mit Fahrrädern (Prinzengracht), im Hintergrund Posthoornkerk

Einen gelungenen Einstieg zum Kennenlernen der Stadt fanden wir mit der reichlich einstündigen Grachtenfahrt von Lovers Canal Cruises. Die Fahrt begann in unmittelbarer Nähe von Centraal Station (Hauptbahnhof) und führte uns durch die Prinzengracht, über die Leidsegracht zur Herrengracht. Dort lernten wir den Goldenen Bogen kennen. Nach einem kurzem Stück auf der Amstel wechselte das Boot in die Oude Schans. Vorbei an der City Hall und den indischen Lagerhallen passierten das größte chinesische Restaurant auf dem Wasser und erreichten danach den Bootsanleger am Hauptbahnhof.

Amsterdam

Anleger Canal Cruises (Prins Hendrikkade)

Amsterdam

unterwegs mit einem Grachtenboot

Centraal Station – Hauptbahnhof - ist ein beeindruckender 300 m langer Neorenaissancebau auf 8 700 Pfählen aus dem Jahr 1889. Hinter dem Bahnhof befindet sich das Ijsselmeer, das durch einen Tunnel zu Fuß bequem erreichbar ist. Das Ijsselmeer ist ein künstlich angelegter Süßwassersee. Zurück am Hauptbahnhof entdeckten wir die große Kirche St. Nicolaas. Die römisch-katholische Basilika wurde nach nur dreijähriger Bauzeit 1887 geweiht.

Amsterdam Centraal Station

Centraal Station (Hauptbahnhof)

Amsterdam Nikolaaskerk

Blick von Centraal Station auf Nikolaaskerk

Wir spazierten zum Chinesenviertel Amsterdams, dem ältesten chinesischen Viertel auf dem europäischen Festland. Es ist insofern einzigartig, da es keine Ein- und Ausgangstore hat und hier nicht nur Chinesen, sondern auch Menschen anderer Nationalitäten arbeiten und wohnen. Es liegt zwischen Nieuw Markt und dem Rotlichtviertel De Wallen.
Die ersten Chinesen wurden Anfang des 20. Jahrhunderts von niederländischen Reedereien als Seeleute angeheuert. Im Herzen des Chinesenviertels befindet sich der erste chinesisch-buddhistische Tempel Europas. Temple He Hus (Fo Guang Shan) wurde im Jahr 2000 in Anwesenheit von Königin Beatrice nach zweijähriger Bauzeit eingeweiht.

Amsterdam Chinesenviertel

Chinesenviertel

Amsterdam Temple He Hus

Temple He Hus

Im Rotlichtviertel De Wallen steht eines der ältesten Gebäude Amsterdams, die Oude Kerk. Die älteste Kirche Amsterdams wurde im 14. Jahrhundert gebaut. Neben Gottesdiensten finden auch Ausstellungen und Konzerte statt. 1951 wurde die Kirche wegen Einsturzgefahr geschlossen und 24 Jahre lang umfangreich restauriert. Die letzte Restaurierung fand von 1994 bis 98 statt. In Amsterdams bekanntem Rotlichtviertel spielt sich neben Prostitution auch ein ganz normales Leben ab. Deshalb konnte sich auch die Kirche behaupten.

Amsterdam De Wallen

De Wallen

Amsterdam Oude Kerk

Oude Kerk

Beurs van Berlage – die alte Börse – von 1903 wurde vom Architekten Berlage konzipiert. Heute ist es ein Kulturzentrum.
Wir erreichten De Bijenkorf, das Stammhaus der großen niederländischen Warenhauskette am Dam-Platz. Das Kaufhaus wurde 1870 als Kurzwarengeschäft gegründet.

Amsterdam alte Börse

alte Börse

Amsterdam De Bijenkorf

De Bijenkorf

Ebenfalls am Dam, dem Nationalplatz der Niederlande, steht der Koninklijk Paleis, der Königliche Palast. Das einstige Rathaus ist unbewohnt. Die Bauarbeiten wurden 1665 abgeschlossen. Das Gebäude ist das größte und prächtigste Gebäude Amsterdams in niederländischem klassizistischem Baustil. Die Skulpturen am Giebel symbolisieren die maritime Vorherrschaft Amsterdams. Heute wird das Gebäude lediglich für Empfänge genutzt.
Das 22 Meter hohe Nationaldenkmal (Nationalmonument) aus Beton und Travertin (poröser Kalkstein) steht in großzügiger Entfernung gegenüber des Königlichen Palasts. Es entstand 1956 als Mahnmal für die Opfer der deutschen Besetzung im 2. Weltkrieg und als Symbol des Friedens.

Amsterdam Koninklijk Paleis

Koninklijk Paleis

Amsterdam Nationaldenkmal

Nationaldenkmal

Amsterdam Nieuwe Kerk

Die turmlose spätgotische Basilika Nieuwe Kerk (Neue Kirche) aus dem Anfang des 15. Jahrhunderts steht unmittelbar neben dem Königlichen Palast. Dort finden die Throneinsetzungen der niederländischen Könige und Königinnen statt.

Der Begijnhof als Sitz der Beginen befindet sich an der Kalverstaat und stammt ursprünglich aus dem 14. Jahrhundert. Nach einem Brand wurde er 1665 wieder aufgebaut. In den Begijnenhöfen wohnten fromme alleinstehende Frauen, die sich um hilfsbedürftige Menschen kümmerten. Zum Komplex gehören auch Häuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert sowie Amsterdams ältestes Holzhaus von 1477 und Begijn Chapel, eine Kirche aus dem 15. Jahrhundert. Heute wohnen in den Höfen ebenfalls zumeist ältere Damen, der Komplex ist aber öffentlich zugänglich.

Amsterdam Begijnhof
Amsterdam Begijnhof

Nur wenige Gehminuten vom Damplatz entfernt gelangt man zum Grachtengürtel. Die Namen der drei größten Grachten – Herengracht, Keizersgracht, Prinsengracht - erinnern an die drei Mächte des Goldenen Zeitalters.
Der Grachtengürtel mit seinem System aus Kanälen entstand im Goldenen Zeitalter Amsterdams, das das 17. Jahrhundert umfasst. Dieses Gebiet wird auch als „Venedig des Nordens“ bezeichnet und gehört zum UNESCO Welterbe. Baubeginn war 1612 als Erweiterung der schnell wachsenden Stadt. Es liegt zwischen Singel, Herengracht, Keizergracht.
An den beeindruckenden Grachten einschließlich der Prinsengracht spazierten wir einige Male.

Amsterdam Herengracht

Herengracht

Amsterdam Prinsengracht

Prinsengracht

Die Koepelkerk wurde Ende des 19. Jahrhunderts im neugotischen Stil errichtet. Heute wird sie nicht mehr als Kirche genutzt.
Singel ist ein mittelalterlicher Festungsgraben. Sie ist die innerste und älteste Gracht, die den Kern der historischen Altstadt umschließt. Das schmalste Haus Amsterdsams ist Singel Nr. 7. Es ist kaum breiter als die schmale Eingangspforte.

Amsterdam Koepelkerk

Koepelkerk

Amsterdam Singel Nr. 7

Singel Nr. 7


16.04.2018